DAS HAUS OLDENBURG IN ÖSTERREICH

DAS HAUS OLDENBURG IN ÖSTERREICH

Heil dir, o Oldenburg, Heil deinen Farben! Gott schütz' Dein edles Roß, er segne deine Garben, Heil deinem Fürsten, Heil, der treu dir zugewandt, Der dich so gern beglückt, o Vaterland!


Ehr' deine Blümelein, pfleg' ihre Triebe, Blau und Roth blühen sie, die Freundschaft wie die Liebe; Wie deine Eichen stark, wie frei des Meeres Finth, Sei unserer Männer Kraft Dein höchstes Gut.


Muthig Dein Wimpel fleucht durch alle Meere, Wohin Dein Krieger zeucht, zollt man ihm Ruhm und Ehre; Schleudert den fremden Kiel der Sturm an Deinen Strand, Birgt ihn der Lootsen Schaar mit treuer Hand. Wer Deinem Herde naht, fühlt augenblicklich,Daß er hier heimisch ist, er preiset sich so glücklich;


Führt ihn sein Wanderstab durch alle Länder durch, Du bleibst sein liebstes Land, mein Oldenburg!


Ein Gott, ein Recht, ein Vaterland! So klingen die Worte des Wappenspruches in uns. Doch vielmehr ist es Zeit alte Ketten zu sprengen und weitere Linien zu gründen.



DAS HAUS OLDENBURG - ÖSTERREICHISCHE LINIE

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Ein gelber Schild mit zwei blutroten Balken bildet das Wappen derer zu Oldenburg. Es zeugt noch heute von dem Mut des jungen Grafen Friedrich, der, um die Ehre seines Vaters zu retten, den Kampf mit einem Löwen aufnahm.

Es geschah zu der Zeit, als Kaiser Heinrich IV einen Reichstag in Goslar zusammenrief. Graf Huno, der damals das Ammerland und Rüstringen regierte, hatte mit großen Problemen in seinem eigenen Land zu kämpfen und blieb deshalb dem kaiserlichen Reichstag fern. Seine Feinde nutzten die Gelegenheit, den Grafen als Verschwörer gegen den Kaiser zu verleumden. Um seine Unschuld zu beweisen, mußte Graf Huno, so bestimmte es der Kaiser, sich einem Gottesurteil unterwerfen: Ein tüchtiger Fechter aus seinem Gefolge sollte sich dem Kampf mit einem Kämpen des Kaisers stellen. Siegte der Kämpfer des Grafen, so war seine Unschuld bewiesen.


Graf Huno wählte seinen Sohn, den jungen Grafen Friedrich, und reiste mit ihm nach Goslar. Der Kaiser jedoch schickte einen hungrigen Löwen in den Kampf. Ein scheinbar aussichtsloser Fall. Die blutrünstige Bestie würde den jungen Grafen zerreißen, bevor jener auch nur einen Schwertstreich ausführen könnte, doch der mutige Graf besann sich auf die Fähigkeit, die den Menschen über das Tier erhebt die Fähigkeit, zu denken – und bediente sich einer List. Als er mit gezogenem Schwert die Kampfesarena betrat, schob Graf Friedrich eine wie ein Krieger ausstaffierte Strohpuppe vor sich her, die mit frischem Fett und Ochsenblut beschmiert war. Sein Plan ging auf. Der hungrige Löwe stürzte sich, vom Blutgeruch angelockt, auf die Strohpuppe, um sie zu zerreißen. Dem jungen Grafen blieb Zeit genug, das wilde Tier zu erlegen. Unverletzt verließ er die Arena.


Kaiser Heinrich, nun von der Unschuld des Grafen Huno überzeugt, tauchte seine Hand in das frische Löwenblut und strich damit zweimal über den goldenen Schild des glorreichen Siegers. So entstand das gelb-rote Wappen derer zu Oldenburg, das später zahlreiche Fürsten aus oldenburgischem Stamm, so die Könige von Dänemark und die Herzöge von Schleswig-Holstein und Oldenburg, im Andenken an den mutigen Grafen Friedrich im Schilde führten.

Graf Huno und Graf Friedrich aber kehrten reich beschenkt heim und stifteten zum Dank das Benediktinerkloster zu Rastede.